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05-03-2026 | Pressemitteilung | BUND Wilhelmshaven | NABU | Wilhelmshaven | Deutsche Umwelthilfe
Erfolgreicher Tag für Natur- und Umweltschutz
Berlin: Aus Sicht des Schutzbündnisses für den Voslapper Groden-Nord in Wilhelmshaven widersprechen die in der vergangenen Woche auf der Fläche des Naturschutzgebietes durchgeführten Maßnahmen dem Managementplan des Natura 2000 Gebietes, gefährden die dort ansässigen geschützten Arten und erweckten den Eindruck von vorbereitenden Arbeiten für den geplanten Energiepark der DGGEV. Für diese Maßnahmen gab es nach Auffassung des Schützbündnisses jedoch keine Genehmigung. Deshalb riefen die Verbände des Schutzbündnisses, NABU Nds., BUND Nds., NABU Wilhelmshaven und BUND Wilhelmshaven sowie die Deutsche Umwelthilfe am vergangenen Samstag zu einer Mahnwache am Voslapper Groden Nord auf.Bereits vor Beginn der Mahnwache fanden sich Aktivisten vor dem Tor ein, um etwaigen Rodungen entgegenzuwirken. Gegen Mittag fanden sich dann ca. 50 Personen zur Mahnwache vor dem Voslapper Groden Nord ein. „Uns ist damit ein starkes Signal an Vorhabenträger und Genehmigungsbehörden gelungen, dass ihnen hier sehr genau auf die Finger geschaut wird!“ bilanziert Vivien Jehnrich, Vorsitzende des BUND Wilhelmshaven den freiwilligen Einsatz als Erfolg für den Naturschutz.
Nach Beendigung der angemeldeten Demonstration verblieb eine kleinere Gruppe weiter vor Ort, da die Sorge um eventuell stattfindende Baumfällungen im Anschluss an die Protestaktion nicht ausgeräumt werden konnte. Die Umweltaktivisten sammelten im Anschluss an die Mahnwache außerdem Müll am Tor und den Gräben, vernetzten sich und tauschten sich zu der einzigartigen Fläche aus. „Dieses Wochenende hat gezeigt, dass der Voslapper Groden-Nord vielen Menschen am Herzen liegt und sie dieses einzigartige Schutzgebiet nicht einfach den fossilen Interessen eines Unternehmens überlassen werden“, sagt Milena Pressentin, Energiereferentin bei der Deutschen Umwelthilfe
Ab 1. März verbietet das Bundesnaturschutzgesetz umfangreichere Vegetationsschnitte von Bäumen, Gebüschen oder Röhrichten zum allgemeinen Artenschutz. Bereits 2022 hatte TES bei der Anlage der neuen Zufahrt zum Naturschutzgebiet gegen diese gesetzliche Frist verstoßen, was der NABU zur Anzeige gebracht hatte. 2021 bis 2026 lief ein Verfahren zur Bauleitplanung der Stadt Wilhelmshaven, das im Januar mit einer Änderung des Flächennutzungsplans und erstmaligen Aufstellung eines Bebauungsplans im Vogelschutzgebiet unter Protest aus Naturschutz und Wissenschaft endete.
Für den 07.03. wurde bereits die nächste Demonstration am Hooksieler Außenhafen angekündigt. Bei der Gemeinschaftsaktion von Fridays for Future, NABU WHV und dem Netzwerk Energiedrehscheibe, einem Bündnis aus 28 Verbänden und 180 Einzelpersonen, werden internationale Gäste erwartet und ein interessantes Rahmenprogramm geboten.
Hintergrund:
Für den "Energiepark" soll das Naturschutzgebiet gänzlich entwertet werden. Dagegen hat das Schutzbündnis bereits rechtliche Schritte eingereicht. Die Stadt Wilhelmshaven bestätigte Ende letzter Woche nun laufende Entwässerungsmaßnahmen, sowie das Aufstellen eines Amphibienzauns und hatte kurzfristig auch Rodungsmaßnahmen angekündigt. Daher hatten Umweltverbände kurzfristig zu den Protesten aufgerufen.-> Update:
DEMO: Stopp LNG-Importe
Samstag, 7. März 2026
Hooksiel Außenhafen
Beginn: 10:30 Uhr
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